5 ELEMENTE – DAS METALLELEMENT

Foto: Maria B´s on Unsplash

In den drei Monaten des Herbstes kommen alle Dinge in der Natur zu voller Reife. Das Korn wird geerntet, die Energie des Himmels kühlt ab, so wie auch das Wasser. Der Wind beginnt sich zu regen. Das ist der Angelpunkt, an dem die Yang-Phase, die aktive Phase, ins Gegenteil, in die Yin-, die passive Phase, umschlägt.
Huángdì Nèijīng Sùwèn

Die Herbst Energie – kleines Yin – wird vom Metallelement regiert. In dieser Jahreszeit tut es uns besonders gut Geist und Energie zu sammeln und die Lungen-Energie durch Atemübungen zu stärken. Das Zhang (YIN/Speicher) Organ des Metallelementes ist die Lunge (Fei). Das Fu (Yang/Hohl) Organ des Metallelementes ist der Dickdarm (Da Chang). Das Metallelement zeigt sich im Körper im oberen Brustkorb und Schulterbereich, und hat über den Bezug zu den Atemwegsorganen und den Darm, einen wichtigen Einfluß auf unsere Abwehrkraft.



ZUORDNUNGEN

Element: Metall (aus der Erde entsteht Struktur, Form, Festigkeit > Erze…)

Jahreszeit: Herbst

Kreislauf: Tochter der Erde, Mutter des Wassers

Klimatischer Einfluß: Trockenheit

Himmelsrichtung: Westen

Farbe: weiss

Fu Organ: Lunge (Fei) aufnehmen

Zang Organ: Dickdarm (Da Chang) abgrenzen, Schutzfunktion

Geschmack: scharf, pikant

Getreide: Reis

Geruch: modrig

Körpergewebe: Haut, Körperhaare

Körperöffnung: Nase

Körperflüssigkeit: Nasensekret

Emotion: Trauer

stimml. Ausdruck: weinend (weinerlich jammernd = Holz), traurig, ausdruckslos

patholog. Handlung: Husten

Körperzonen: Schulter, oberer Rücken

Energierichtung: verteilend und absenkend

Seele: Po (Rhythmen, Geborgenheit, sich im Körper wohlfühlen, Körpergedächtnis)



DIE ENERGIE DES METALLELEMENTES BESSER VERSTEHEN.

So wie im Spätherbst die Blätter durch den Wind von den Bäumen geweht werden und zu Boden sinken, so ist auch die Energie der Lunge verteilend und absenkend. Das Lösen der Blätter von den Bäumen spiegelt, dass etwas zu Ende gebracht wurde. Es zeigt ein Abschiednehmen, Loslassen und Raum geben.

„So wie das Wetter im Herbst unwirtlicher wird, so verändert sich auch das emotionale Klima. Deswegen ist es wichtig, Ruhe und Frieden zu bewahren und nicht in Depressionen zu verfallen.“ Huángdì Nèijīng Sùwèn

Die Lunge und das Wei-Ki .

Die Funktionen der Lunge sind u.a. das Aufnehmen und Verteilen des Atemenergie, das Befeuchten von Haut, Schleimhäuten und Haaren und das Öffnen und Schließen der Poren. Die Lunge ist Herrscherin über das Wei-Ki (Abwehr-Ki), dessen Kraft vom Ki der Lunge gespeist wird. Das Wei-Ki zirkuliert tagsüber unter der Hautoberfläche und schützt den Körper gegen das Eindringen pathogener Faktoren (Wind, Nässe, Hitze, Kälte, Trockenheit); nachts zieht es sich nach innen zu den Organen zurück. Daher empfiehlt es sich, bei Abwehrschwäche mit geschlossenen Fenstern zu schlafen.

Die psychische Ebene.

Über die Atmung und Haut treten wir in Kontakt mit der Außenwelt, wobei die Haut die eigene Körpergrenze definiert. Das Metall steht somit in Zusammenhang mit der eigenen Abgrenzungsfähigkeit – eigene Grenzen zu setzen und auch die Grenzen anderer wahrzunehmen. Es bestimmt was hinein darf und was hinaus soll.

Unser Atem und unsere Stimmung sind eng miteinander verwoben. Keine Luft zum Atmen haben, da bleibt einem die Luft weg, sich Luft machen, Luft holen, wieder frei durchatmen … sind häufige Redewendungen die in Verbindung zum Metallelement stehen. 

Trauer leert das Lungen Ki, Sorge schnürt das Lungen-Ki zusammen und führt zu Beklemmungsgefühlen im Brustkorb. Ein häufiges Problem des Metalltypus ist das „Nicht Loslassen Können“ bzw. „Dinge nicht hinter sich lassen Könnens“. Hier wäre es empfehlenswert, mithilfe von Mediation oder regulierenden Atemtechniken, innerlich Abstand und Klarheit zu gewinnen; die Dinge bzw. Andere so sein zu lassen, wie sie sind.

„Ein gutes Metall weiß instinktiv, wann es zu handeln und wann es zu gehen hat, ein ungesundes Metall hingegen würde versuchen, krampfhaft einen Abschluss zu erzwingen.“ aus der Weg des Meisters

Was das Metallelement unterstützt.

Atemübungen, Yoga und Ki-Übungen, Brustkorbmobilisation, Bürstenmassage, Inhalieren, regelmäßige Bewegung an der frischen Luft (auch wenn es kalt ist), gut gelüftete Räume und Bettwäsche. Meide Allergene (z.B. Duftstoffe, Waschmittel) sowie künstliches Klima und achte auf ausreichend Schlaf (nachts das Fenster schließen). Die Farbe weiß, eine klare geordnete Umgebung, fein Essen gehen und sich dabei elegant kleiden, sich Raum und Zeit nehmen, auf die eigenen Grenzen achten.



FUNKTIONEN UND STÖRUNGEN DER LUNGE.

„Ist das Lungen Ki kräftig, fließen Ki und Blut harmonisch durch den ganzen Körper, die Hände sind warm, der Mensch fühlt sich dynamisch und wohl.“ (TCM mit westlichen Kräutern)

LU QI MANGEL:

Ursachen: Vererbung, chronische nicht auskurierte Erkältungen, Bewegungsmangel, gebeugtes Sitzen am Schreibtisch, Staub/Abgasbelastung,

Symptome: Leitsymptom: Husten, Hüsteln, leichtes Schwitzen, Erkältungsneigung, schwache Stimme, Abneigung gegen Kälte, blasses Gesicht, Müdigkeit > Qi Mangel

was hilft:

aufbauende Kost mit Ingwer, Zwiebel, Wacholder, Rosmarin, Kurkuma, Kümmel, Koriander, Oregano, Zimt, Vanille, Nelke, Muskat, Safran

Tee: Thymian, Engelwurz, Süßholz

vermeide Kaltes, Pfefferminztee, Mineralwasser, grünerTee und Fasten

Schütze dich bei Zugluft, äußerer Kälte und Wetterwechsel mit warmer Kleidung und mehr warmen Mahlzeiten und warmen Getränken.



TROCKENHEIT DER LUNGE:

Ursachen: Klima oder Magen Yin Mangel

Symptome: trockener Husten, trockene Haut, trockene Kehle, trockener Mund, Durst, Heiserkeit

was hilft:

Isländisch Moos, Eibisch, Rotklee, Malve, Sanddorn, Nachtkerzenöl



LUNGEN YIN MANGEL:

Ursachen: Mangel an Körperflüssigkeiten, lange bestehender Lungen Qi Mangel, Magen und/oder Nieren Yin Mangel

Symptome: wie Trockenheit + ev. spärlicher zäher Auswurf, Hitzegefühle nachmittags/abends, Nachtschweisse, Kitzeln in der Kehle, Schlafstörungen, leichtes Halsweh

wie Trockenheit plus Lungenkraut, Ackerschachtelhalm, Königskerze, Aloe, Gelee Royal

WIND KÄLTE:

Ursachen: pathogener Faktor

Krankheitsbilder: Erkältung im Anfangsstadium, Erkältung, Influenza

Symptome: Husten, Niesen, Halsschmerzen, Hinterkopf- und Körperschmerzen, Fieber, laufende Nase, Abneigung gegen Kälte, Frösteln

was hilft:

im Anfangsstadium gilt Oberfläche öffnen! Kälte vertreiben (scharf, wärmend) Schwitzen! Ingwertee, Frühlingszwiebeltee oder Zwiebelsuppe, Schafgarbe, Thymian, Schnapstee, roter Sonnenhut (Echinacea)Tinktur, heiß Duschen und ab ins Bett.

Ayurveda: (wenn sich Auswurf einstellt) halben Teelöffel mit Ingwerpulver + Messerspitze Zimt- und Nelkenpulver für eine Tasse Tee.

Empfehlung im Anfangsstadium: ganz leichte Kost, nichts Nährendes, nichts Kühlendes, nichts Saures, keine Zitrusfrüchte

danach: wärmende milzstärkende Kost, warme lang gekochte Suppen, Zwiebel, Knoblauch, Fenchel Süßkartoffel, Karotte, Kürbis, Rosamrin, Wacholder, Paprika, Kräuter der Provence, Anis, Muskat, Nelke, Hafer, Getreidekaffe, Thymian, Gewürztee, Hühnersuppe



WIND HITZE:

Ursachen: pathogener Faktor, Klima

Krankheitsbilder: Influenza, Sinusitis, Halsentzündung, Bronchitis

Symptome: Husten, Niesen, starke Halsschmerzen, Windaversion, geschwollene Tonsillen, verstopfte oder laufende Nase mit gelbem Sekret, wenig Frösteln, Durst

was hilft:

im Anfangsstadium gilt wieder mit scharfen Gewürzen und Kräutern die Oberfläche öffnen!

Hitze vertreiben (scharf, kühlend) und Schwitzen!
Kräuter: Lindenblüte, Hollerblüte, Schafgarbe, Pfefferminze,

Ayurvedagurgellösung bei Halsschmerzen: 1/4 TL Kurkumapulver und Fingerspitze Salz auf 1 Glas heißes Wasser

Empfehlung im Anfangsstadium: ganz leichte Kost, nichts saures, nichts nährendes

danach: leicht kühlende gekochte oder gedünstete Kost: Rettich, Zucchini, Spinat, Karotte, Brokkkoli, frische Kräuter, Sprossen, Reis, Gerste, Hirse, Algen, Birnenkompott! Pfefferminztee und Sanddornsaft

ErkältungsTIPP aus der TCM Küche: Bei ersten Anzeichen einer Erkältung, 1 EL Kuzu (Stärke einer Pflanzenwurzel) in kaltem Wasser auflösen, mit ca. 400 ml Wasser, einer Umeboshi sowie etwas geriebenen Ingwer 5 Minuten lang köcheln, bis die Flüssigkeit halb transparent wird. Schluckweise trinken.

Quellen: Der Weg des Meisters, Christhoper Po Minar, TCM mit westlichen Kräutern, Rita Traversier, Kurt Staudinger, Sieglinde Friedrich, Der Gelbe Kaiser, Knaur Taschenbuch, Das Große Ayurveda Heilbuch, Vasant Lad

5 ELEMENTE – DAS FEUERELEMENT

Foto: Mitchell Luo on Unsplash

„In den drei Monaten des Sommers herrscht Überfluss an Sonnenschein und Regen. Die Energie des Himmels steigt hinab, die Energie der Erde steigt auf. Vermengen sich diese, findet ein Austausch zwischen Himmel und Erde statt.“
(NEIJING)

DAS FEUERELEMENT STEHT FÜR: ÖFFNUNG, AUSDEHNUNG, FREUDE, KOMMUNIKATION, LEBENSLUST UND BEWUSSTSEIN.

Nach den chinesischen Jahreszeiten beginnt der Sommer Mitte Mai und endet eine Woche nach der Sommer-Sonnenwende.

Feuer wärmt, transformiert und öffnet die Herzen. Feuer repräsentiert das große Yang, mit viel Dynamik, viel Bewegung, Ausdehnung nach außen gehen, sich öffnen und Hitze. Feuer lodert, Feuer brennt und will sich ausdehnen. Im Lebenskreislauf herrscht das Feuerelement in unserer „Blüte- und Wachstumszeit“ vom Teenageralter bis ins Erwachsensein. Es geht um Freude, Freunde, Liebe, Leid, Selbstausdruck, Selbstfindung und Lebenslust. Aufgabe und zentrales Thema dieser Zeit: das Entwickeln eines Rituals für den angemessenen Umgang mit Nähe und Distanz.

„Das Palasttor muss frei schwingen können, darf nicht zu offen und nicht zu weit zu sein.“(MERKSATZ DER TCM)

Nachdem Yang-Feuer oft ganz schön lodert, gehören auch Visionen, Enthusiasmus, Begierden, bedingungslose Hingabe, Workaholics und Extrovertiertheit in dieses Element. Hier heißt es aufpassen und das Feuer dämpfen, über die Logik und Pragmatismus des nachfolgenden Erdelementes und vor allem über die Kontrolle des Wasserelementes durch das Einhalten bewusster Ruhe- und Rückzugsphasen. Es gilt für einen klaren, ruhigen Geist zu sorgen. Dazu empfehle ich gerne die Meditation bzw. Praxis der Brahmaviharas (himmlische Verweilzustände): Metta/liebende Güte, Karuna/Mitgefühl, Mudita/Mitfreude und Uppekha/heitere Gelassenheit.
Sollte die Flamme eher klein oder sogar zu klein sein, wenn also die Wärme und Freude im Herzen fehlt, unterstützt du dein Feuer am besten mit mit allem, was Freude und Spaß bereitet, z.B. Tanzen und Lachen, Komödien ansehen, Freunde treffen oder eine Party im kleinen Kreise feiern.

Der Geist ist feinstofflich. Wenn der Geist im Herzen ruht, verschwinden Namen und Formen. Den Geist nicht nach außen schweifen zu lassen, sondern im Herzen zurückzuhalten, wird antarmukha, Introversion, Nach-Innen-Gekehrtsein, genannt. Den Geist aus dem Herzen heraustreten zu lassen, wird bahirmukha, Extraversion, Nach-Außen-Gekehrtsein, genannt. Wenn der Geist im Herzen ruht, gibt es kein „Ich“, keine Gedanken, nur das ewige strahlende Selbst. Ramana Maharshi

ZUORDNUNGEN DES FEUERELEMENTES IM 5 ELEMENTE SYSTEM.

Jahreszeit: Sommer
Tageszeit: Mittag
Die Energie ist zerstreuend.
Die zugeordneten Organe sind Herz, Dünndarm, Perikard, Dreifach Erwärmer.
Die Farbe ist rot.
Die Himmelsrichtung der Süden.
Der Geschmack ist bitter.
Das zugeordnete Sinnesorgan ist die Zunge.
Das Körpergewebe die Gefäße.
Negative Emotionen äußern sich in Begierde.
Positive Emotionen in gelassene Freude.
Stimmlicher Ausdruck: Lachen.
Die Körperregionen Brustkorb, Hände, Ellbögen werden von der Feuerenergie beeinflußt.
Als Seelenaspekt gilt Shen, der Geist oder die Bewusstheit.
Lebensphase: Blütezeit bis 28 Jahre.
Großes Yang
Organmaximalzeit: 11-15, 19-23 Uhr
Organminuszeit: 23-3, 7-11 Uhr

Pathologische Handlung: ängstlicher Blick
Numerologie: 2 +5+ = 7
Tier: Ziege
Nahrung: Roggen
Musik: Pfeifen
Aspekte: Entwickeln eines Rituals für den angemessenen Umgang mit Nähe und Distanz, Kommunikation, Sprache, Selbstausdruck, Offenheit und klarer Geist, Spaß & Spiel, Leidenschaft, Blutkreislauf


Das Herz ist der Kaiser, es herrscht über die Zang-Fu-Organe, und beherbergt den Geist. (MERKSATZ DER TCM)

Das Herz ist der Kaiser, es herrscht über die Zang-Fu-Organe, die Sinnesorgane und beherbergt den Geist. Das Herz regiert das Blut und die Blutgefäße und zeigt seinen Glanz im Gesicht. Ein rosiger Teint, Klarheit der Sinnesorgane, eine gute Auffassungsgabe und ein klarer Geist sind Zeichen einer gesunden Herzenergie. Das Feuer des Herzens befähigt zur Liebe, aber auch zum Leid. Übrigens „Verliebtsein“ ist ein Ausdruck von loderndem Herzfeuer und so entsteht über die Ableitungsfunktion des Dünndarms zur Blase die bekannte „Honeymoonzystitis“.

Symptome bei Herz Qi Mangel

Das Herz regiert das Blut und ist für die Zirkulation, für Kraft, Energie und Stärke verantwortlich.

  • Palpitationen
  • Belastungsdyspnoe, leichtes Schwitzen,
  • leuchtende Blässe, Müdigkeit, Lethargie, Kraftlosigkeit
  • freudlos, Depression
  • Ursachen: Blutverlust, chronische psychische Probleme, Lungenschwäche, Lebensalter
  • Empfehlungen: bei Qi Mangel vermeide kühlende Nahrungsmittel und kalte Speisen.
  • Achte auf regelmäßige Bewegung in der Natur, übe Entspannungsmethoden wie Qi Gong, Tai-Chi, Yoga, lege Entspannungspausen ein, sorge für genügend Schlaf, meide Überanstrengungen.
  • Weissdorn, Meisterwurz, Baldrian, Lavendel, Ginseng, Rosmarin, Thymian, grüner Hafer
  • Akupunkte: He 5, Ma 36, MP 6, KG 6, Bl 15

Symptome bei Herz Blut Mangel

Das Herz beherbergt Shen, den Geist.

  • Palpitationen (eher morgens, und in der Ruhe), Einschlafstörungen
  • Schwindel, Schlafstörungen, dumpfer Kopfschmerz
  • Vergesslichkeit, Schreckhaftigkeit, Angstzustände, Ruhelosigkeit
  • fahle Blässe, Müdigkeit, blasse Lippen,
  • Ursachen: Schwäche von Milz Pankreas, Blutverlust, chronische psychische Probleme, Sorgen und Ängste
  • Empfehlungen: vermeide hitzende Nahrungsmittel die austrocknen, scharf und scharf Angebratenes, Gegrilltes, Geröstetes,… Kaffe und gründer Tee
  • Achte auf: regelmäßige nahrhafte Speisen, Bewegung in der Natur, vermeide starke Belastungen, Nachtarbeit und ständiges Arbeiten am Computer
  • Ginseng, grüner Hafer, Brennnessel, Sanddorn, Brunnenkresse, Kapuzinerkresse, Weissdorn
  • Akupunkte: He 7, MP 6, Ma 36, Bl 15, Bl 20

In der TCM werden psychopathologische Störungen, Psychosen, Manien, Schizophrenie… dem Herzen zugeordnet > Schleim-Feuer, Schleim Kälte. Hier nicht angeführt.

Quellenangabe: TCM mit westlichen Pflanzen, Rita Traversier, Kurt Staudinger,, Sieglinde Friedrich, TCM und Akupunktur in Merksätzen, Franz Thews/Udo Fritz

Symptome bei Herz Yin Mangel

  • Palpitationen, Ein- und Durchschlafstörungen
  • Schlafstörungen, Reizbarkeit
  • Vergesslichkeit, Schreckhaftigkeit, ängstliche Unruhe, psychische Rastlosigkeit, Verschlimmerung nachmittags und abends, leichter Temperaturanstieg
  • Hitze, Nachtschweiß, Durst, trockener Mund/Rachen, 5 Flächen Hitze (Hände, Füße, Kopf und Brustbein)
  • Ursachen: fortschreitender Herz-Blut-Mangel, chron. Herz-Feuer, Stress, Hektik, chronische psychische Belastungen, nach fieberhaften Erkrankungen
  • Empfehlungen: sh. Blutmangel
  • Achte auf: regelmäßige frische Speisen, gedünstet, blanchiert oder kurz gekocht, Entspannungspausen, ausreichend Schlaf, nicht Rauchen
  • Mistel, Melisse, Passionsblume, Bitterorangenblüten, Johanniskraut, Lavendel, grüner Hafer, Hopfen, Baldrian, Vogelmiere, Weißdorn, Eisenkraut, Ackerschachtelhalm
  • Akupunkte: He 7, MP 6, Ma 36, Bl 15

Symptome bei loderndem Herz Feuer

Ein Blatt Papier entfacht sich so schnell wie die Leidenschaft.

  • Palpitationen, Schlafstörungen mit viel Träumen, ADS
  • Durst, Mund- und Zungengeschwüre, bitterer Mundgeschmack, Gesichtsrötung, Hitzewellen, Erregbarkeit, psychische Rastlosigkeit, Angstzustände,
  • dunkler ev. brennender Harn (Zystitis)
  • Ursachen: chron. emotionale Probleme, Depressionen lassen Qi stagnieren > Feuer entsteht, Leber Feuer, Verliebtheit, Beziehungsprobleme
  • Empfehlungen: sh. Yin Mangel
  • Achte auf: leichte sportliche Betätigung (Wandern, Radfahren, Schwimmen), Entspannungspausen und Schlaf, lerne Grenzen setzten und übe Gelassenheit
  • Mistel, Melisse, Passionsblume, Bitterorangenblüten, Johanniskraut, Lavendel, grüner Hafer, Hopfen, Baldrian, Granatapfel, Rotklee, Eibisch, isländisch Moos, Weizentee, Eisenkrauttinktur
  • Akupunkte: He 8, Ni 3, Mp 6, Bl 15

WAS DAS FEUERELEMENT STÄRKT UND SCHWÄCHT

Was das Feuer schwächt:

– Zeitnot, Zeitdruck, Zeitstress

– Überstimulierung, Überreizung

– übermäßige Konzentration

– Liebes- und Beziehungsangelegenheiten, alles was wir uns zu Herzen nehmen, Trennungen

– unsichere Zukunft, Ungewissheit

– Alleinesein, Schock, fehlende Nähe/Wärme

Was dem Feuerelement guttut:

Der Sommer ist die beste Jahreszeit für Leichtigkeit

+ entspannte Bewegung, Entspannungspausen, ausreichend Schlaf und Mittagsruhe

+ den Geist durch Meditation sammeln

+ Meditation der Brahmaviharas: Liebende Güte, Mitgefühl, Mitfreude, Dankbarkeit und Gelassenheit üben

+ Kerzenlicht

+ Berühren und Begegenen

+ Spielen,Tanzen, Freunde einladen/treffen

+ Lachen

+ Handübungen, Brustkorb beweglich halten

+ Aromen, Rosenquarz

5 Elemente – DAS WASSERELEMENT

„Auf der ganzen Welt gibt es nicht Weicheres und Schwächeres als das Wasser. Und doch in der Art, wie des dem Harten zusetzt, kommt nichts ihm gleich.“
(Tao Te Ching)

Das Wasserelement mit den zugeordneten Organen Niere, Blase repräsentiert im Jahreskreis der Elemente das große Yin und herrscht über die Wintermonate November – Jänner. Es ist die Zeit in der die Natur sich nach inne zurückzieht, die Kräfte bewahrt und sammelt. Gleich der Natur, sollen auch wir uns nach innen zurückziehen , die Kräfte sammeln und bewahren. Das ist der Grund, weshalb wir uns im Winter oft weniger leistungsfähig fühlen oder weniger Lust auf Aktivität verspüren – und das ist gut und richtig.

Das symbolische Bild dieses Rückzugs ist der Same, der in der Erde ruht und wartet. Er wartet im vollem Bewusstsein seines innewohnenden Potentials zu Wachstum und Reife, auf die nach oben gerichtete Dynamik des Frühlings (Holzelement).
„Die drei Monate des Winters werden die Zeit des Zusammenziehens und Speicherns genannt… Wir Menschen sollten früh zu Bett gehen und spät aufstehen und auf jeden Fall den Sonnenaufgang abwarten. Bedürfnisse sollen verborgen werden, als gäbe es keine innere Bestimmung für sie, als seien sie schon befriedigt worden.“ (Huangdi neijing/Der gelbe Kaiser)

Das Wasserelement steht für: Leben, Tiefe, Fluss, Kraft, Reinigung

Wasser bildet die Grundlage allen Lebens. Es ist die essentielle Grundlage unserer physischen Substanz, die Quelle und Basis allen Lebens. Unser Leben ist abhängig von Wasser. (75 % des Körpers bestehen aus Wasser) Das Wasserelement gilt als der Speicher unseres Struktivpotentials (chin. Jing), die allem zugrundeliegende Lebensenergie.
Im Wasserelement finden wir die Vereinigung und Überwindung/Aufhebung der Polaritäten. Jede Beschreibung des Wassers lässt sich auch ins Gegenteil umkehren. Tief, flach, sanft, gewaltig, klar, trüb, still, bewegt. Das Wasser ist allumfassend, Widersprüche und Gegensätze sind aufgehoben.
Im stetigen Fluß (des Lebens) verändert das Wasser kontinuierlich seine Form und ist jederzeit anpassungsfähig. Der stetige Fluß der Wassers reinigt, durchspült Schlamm und schwemmt Schmutz weg. Wasser besitzt die Fähigkeit mit Widerständen „um-zugehen“, ohne unnötige Kraft aufzuwenden. Wasser findet immer einen Weg. Es ändert fließend und ohne Widerspruch seine Richtung. Dieses kontinuierliche Fließen verleiht dem Wasserelement seine wahre Kraft.
Wasser entspricht der Dynamik vom natürlichen Kommen und Gehen – mit den Wellenbewegungen des Lebens im Einklang zu sein und dem Ausgleich von Phasen der Ruhe und Aktivität.


Zuordnungen des Wasserelements im 5 Elemente System.

Himmelsrichtung: Norden
Jahreszeit: Winter
Lebenszeit: Alter
Planet: Merkur
Klimatischer Einfluß: Kälte
Tageszeit: Nacht
Organuhr 15-19 Uhr

Zang/Speicherorgan: Niere
Fu/hohlorgan: Blase

Sinnesorgan: Ohren
Körperöffnung: unteren Tore, Anus, Urethra
Köpergewebe: Knochen, Mark, Zähne, Gehirn, Gebärmutter, Hoden
Körperzonen: unterer Rücken, Hüften, Füße, Knöchel
Körperflüssigkeit: zäher Speichel
Stimme: Stöhnend mit leichtem Krächzen

Farbe: Schwarz, dunkelblau
Geruch: faulig, modrig, abgestandener Urin
Geschmack: salzig (Lust auf…)
Energetische Wirkung: nach unten, abwärts, (Wasser fließt immer nach unten)

Seele: Zhi/Willenskraft
Emotion: Angst* (Paranoia), Willenskraft/Mut Urvertrauen,
Pathologische Handlung: Zittern (Kälte, Angstschauer)
Numerologie: 1+5= 6
Tier: Schwein
Nahrung: Bohne (Nierenform), Samen, Walnüsse
Musik: Saite
Aspekte: Quelle des Lebens, Lebensenergie bereitstellen und
Körperflüssigkeiten reinigen


Störungen der Wasserenergie. Symptome und Anzeichen

„Die Niere ist sehr vielschichtig, regiert das Wasser, speichert die Essenz, stellt das Feuer des Lebens zu Verfügung, regiert über Knochen und Mark, verankert das Qi der Lunge, steuert die Willenskraft…“

Symptome mit  Kälteanzeichen bei Nieren Yang Mangel – Hypoaktivität

– allgemein blasses oder leuchtend weißes Gesicht
– Kälteempfindlichkeit (Rücken, Gesäß, Knie…) kalte Füße (kann auch Le Qi Stau sein )
– Lethargie, Schwäche, Antriebslosigkeit

– Kreuzschmerzen, Knie-/Fersenschmerzen (wässrig, kalt),
– verminderte Libido, Infertilität, Impotenz, Ausfluß (wässrig),
– Verminderung Gedächtnis, Zahnausfall, Höhrverlust, Tinnitus,
– Urin klar und hell, reichlich, Ödeme,
– Verdauungsprobleme sehr lockere Stühle, Hahnenschreidiarrhö

Ursachen: (Qi Mangel) Konstitution, chron. Erkrankungen, Feuchtigkeitsproblem, langfristig falsche Ernährung, zuviel kalte und feuchtigkeitsbildende Nahrungemittel (Milchprodukte va. Joghurt, Topfen, Rohkost, Tiefkühlkost, Mikrowelle), zu wenig Bewegung (führt zu Qi Mangel), Hungern, Ängste (Angst leert das Nieren Qi), Trauma, starres Denken, zu viel Trägheit, Kapha Imbalance

Symptome mit Hitzeanzeichen – Hyperaktivität

– allgemein rote Flecken der Wangen,
– Durst (trinkt in kleinen Schlucken), 5 Flächen Hitze, Nachtschweiß,
– Obstipation, konzentrierter dunkler Urin,
– abendliche Hitzegefühle, trockener Hals, Mund,
– Schlafstörungen,
– Unruhe/nervöse Energie, Burn Out,
– Schmerzen/Schwächegefühle in der Lumbalregion, brennender Schmerz auch Knie oder Fersen,
– vermehrte Libido, sexuelle Träume, vorzeitiger Samenerguß,
– Infertilität, Nachlassen des Gedächtnisses (Kurzzeit),
– Schwindel (bei Überanstrengung),
– Tinnitus, Hörverlust, 
– Klimakterische Beschwerden

Ursachen: Konstitution, langfristig Überarbeitet/Stress/zuviel Aktivität/zu wenig Schlaf/Drogen/zu viel Hitze, Dauerberieselung, Zeitdruck, Termindruck, Ängste, Trauma, zuviel Emotionen, Verlust von Körperflüssigkeiten/Blut, Blutschwäche, chron. Erkrankungen, Menopause, nicht geerdet sein, Vata Imbalance


Was das Wasserelement stärkt und Schwächt

+ Aktivität und Ruhe im Ausgleich
(Jahreszeiten beachten)
+ Ruhe und Gelassenheit fördert das Yin der Nieren
+ physische Aktivität > Bewegung stärkt das Nieren Yang, va. Berggehen, da in der Höhe das Ki verdichtet ist
+ gesunde Ernährung entsprechend der Konstitution
+ Freude entspannt die Nieren
+ gesunde und kräftige Lungen > stärken die Verbindung zum universalem Ki (Pranayama-Übungen) > stärkt das Ni Ki+ alles „Nierenförmige“ wie Bohnen und Oliven, Nahrungsmittel die aussehen wie Gehirn (Walnüsse, Umeboshi), schwarze Nahrungsmittel und Samen – va. Sesam (Gomasio) und am besten schwarzer Sesam

– zuviel Aktivität verbrennt das Ni Yin
– Angst, Trauma va. aus der Kindheit, da diese den Menschen unbewusst beherrschen, schwächt Yin und Yang
– Dauerstress, unregelmäßiger Lebensstil, Schlafmangel, Dauerlärm, Dauerberieselung mit Licht/elektronische Geräte oder ausschweifende Sexualität erschöpfen das Wasser > schwächt Yin
– zuviel Süß schwächt über die Erde (Nässe)
– zuviel Nahrungsaufnahme (Nässe) oder auch Hungern (schwächt Jing)
– zuviele Gedanken in der Vergangenheit > verbraucht Yin
– Drogen: stärker stimulierende Drogen, Amphetamine, LSD, Kokain, große Mengen an Kaffee oder Tee
Heroin und verwandte Drogen erschöpfen zunächst das Yin und später das Yang der Nieren, wird Haschisch in größeren Mengen oder über lange Zeit konsumiert, so schwächt dies das Nieren Yang und langfristig das Yin

weitere Tipps aus der Körpertherapie:

  • Ölziehen mit Sesamöl
  • Diolosa Teekur (Rinchen Tee bei Yang Mangel, San Bao Tee bei Yin Mangel)
  • Nierenzone warmhalten (Unterhemd) und auf warme Füße achten
  • früh Schlafengehen (Yin Phase 21-24 Uhr)
  • Meditation der Absichtslosigkeit
  • Fußübungen
  • Iliopsosaübungen
  • Mula Bandha – Beckenkraftübungen
  • Wirbelsäule geschmeidig halten
  • Yin Yoga und Shiatsu

Gassho
Eva Wilhelm

Aus der TCM Kräuterapotheke – Johanniskraut

Lichtbringer in der dunklen Jahreszeit – das helianthische Johanniskraut

„Mehr Licht“. Während der Winterzeit, in denen die Sonnenstunden gezählt sind, tauchen diese berühmten letzten Worte Goethes (ob dies tatsächlich Goethes letzte Worte waren,ist strittig). oft in meinen Gedanken auf. 

Mehr Licht oder eine lichtvollere Umgebung, brauchen wir Menschen nicht nur in Zeiten in denen die Tage kurz sind und der Winterblues grüßen lässt, sondern auch wenn Angst, Qual, Kummer und Schmerz unsere Seele bedrücken.

In diesen Zeiten kann das helianthische Johanniskraut, stabilisierend und stimmungsaufhellend auf uns einwirken.

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Yogaretreat

Yoga Wochenende in Millstatt
Do 15.6.2017 – So 18.6.2017

Erschöpft, müde, ausgelaugt oder innerlich unruhig, zerstreut und angespannt?

In beiden Fällen fehlt uns der Ausgleich zwischen den Polen Yin (Passivität, Ruhe) und Yang (Aktivität, Dynamik) bzw. dem harmonischem Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung.

An unserem Retreat Wochende (Donnerstag bis Sonntag) lernst du verschiedene Techniken und Anwendungen aus der Körperarbeit kennen, die dir helfen einen achtsamen Umgang mit dir zu entwickeln und in deine Mitte zu kommen. 

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Yoga & Dance Festival

Vom 4. bis 6. August findet das Yoga Dance Nature Festival „Namasté in Stockenboi“ statt.

Drei Tage Yoga, Tanz und Musik im schönen Kärtnen. Ein mystischer und energetischer Platz mitten in der Naturarena Stockenboi.
Wir freuen uns wieder auf internationale Yoga- und Tanzlehrer. Abgerundet wird das Programm des Festivals mit Klängen zum hinhören, mitmachen und mitsingen.

Yogamaterial

PDF mit einer Auswahl der Produkte die ich im Studio verwende und empfehlen kann. Bei Yogamatten achte ich auf Ökö-Tex Standards, Rutschfestigkeit und Lebensdauer. Die Yogahilfsmittel sind aus natürlichen Materialen hergestellt.

PDF download: yoga-material

 

 

 

ruecken

Shiatsu gegen Streß und zur Gesunderhaltung der Organe

Shiatsu wirkt ausgleichend, beruhigend oder auch belebend. Shiatsu versetzt das Nervensystem in einen tiefen Entspannungszustand (parasympatischer Modus), mobilisiert die Selbstheilungskräfte, fördert die Regenerationsfähigkeit des Körpers und stärkt das Immunsystem.
erfahren Sie mehr über Shiatsu…

 

Der Körper im Lot II

Yoga Wochenende in Millstatt- Balancehaltungen
Do 25.5.2017 – So 28.5.2017

Vertiefe deine Yogapraxis. Die Workshops der Reihe „Der Körper im Lot“ bieten dir einen ausgewogenen Mix aus Yogaanatomie, Bewegungsübungen und Asanapraxis. Du lernst, wie du dich sicherer und mit mehr Klarheit und Präzision in deiner eigenen Yogapraxis bewegst.

Das Thema des aktuellen Workshopwochenendes bilden stehende und armgestütze Balancehaltungen, Hüft- und Schulterzentrierung.

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Aus der TCM Kräuterapotheke – Entgiftung

Eine kleine Übersicht an Pflanzenfrischsäften zur Engiftung und Stärkung von Leber, Gallenblase und Nieren

Begleitend zur Frühjahrskur empfehle ich Pflanzenfrischsäfte, da Sie meiner Erfahrung nach sehr rasch im Körperkreislauf Ihre Wirkung entfalten. 

Bei Pflanzenfrischsäften werden Säfte aus der frischen Pflanze gepresst. So bleiben die meisten wertvollen Pflanzeninhaltstoffe erhalten, die im Vergleich bei Teezubereitungen teils verloren gehen. Daher gelten die Pflanzenfrischsäfte als häufig wirksamer als Teezubereitungen. 

Ich habe hier eine Liste aus der TCM Kräuterecke von empfehlenswerten Frischsäften für Frühjahrskuren zusammengestellt. Dabei möchte ich all jenen, die mit Stoffwechseltoxinen, Rückständen von Medikamenten, Drogen… belastet sind, den Löwenzahn sehr ans Herz legen. Die Mariendistel als hervorragendes Lebertherapeutikum gehört in jeden Haushalt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte dem Rate ich zur Schafgarbe, die sehr ausgleichend und harmonisierend, va. bei Frauenbeschwerden wirkt. 

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