Die 5 Elemente - Das Holzelement - Shiatsu Eva Wilhelm
23. März 2018 Eva Wilhelm

Die 5 Elemente – Das Holzelement

Die Leber zählt zu den wichtigsten Entgiftungsorganen des menschlichen Körpers. Sowohl in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) als auch in der westlichen Medizin spielt sie eine ausßerordentlich wichtige Rolle bei Erhalt von Gesundheit und Vitalität.

Im 5 Elementesystem der TCM wird die Leber der Jahreszeit Frühling zugeordnet, und so ist dies seit jeher die geeignete Zeit um Körper und auch Geist zu reinigen.

Nach den chinesichen Jahreszeiten beginnt das Frühjahr schon mit dem 14.2.2018 und endet am 16.5.2018. Und tatsächlich ist kurz nach Mariä Lichtmeß durch die schon deutlich länger werdenden Tage, eine Änderung der Energie spürbar. In unserem Kulturkreis gelten allgemein die Monate März – Mai als Frühlingsmonate. Geht es nun um diverse Entschlackungs/Engiftungs/Entlastungskuren so sind die Frühjahrsmonate die geignete Zeit dafür. Allerdings ist hier zu beachten, dass Entgiftungskuren – da sie meist sehr kühle und ausleitende Kräuter beinhalten –  erst dann durchgeführt werden sollen, wenn es draußen nicht mehr kalt ist, der Boden nicht mehr gefroren ist und die Pflanzen die wir für die innere Reinigung nutzen aus dem Boden spriessen. 

Mehr dazu unter der Überschrift: „Was das Holzelement unterstützt“

Zuordnungen des Holzelements im 5 Elemente System.

Jahreszeit: Frühling
Tageszeit: Morgen/Vormittag
Die Energie ist nach oben und außen gerichtet.

Die zugeordneten Organe sind Leber und Gallenblase.
Die Farbe ist grün.
Die Himmelsrichtung der Osten.
Der Geschmack ist sauer.
Das zugeordnete Sinnesorgan sind die Augen.
Das Körpergewebe die Sehnen.
Negative Emotionen äußern sich in Wut und Zorn.
Positive Emotionen in Geduld und Gelassenheit.
Stimmlicher Ausdruck: Jammern, Schreien.
Die Körperregionen Nacken, Hals, Kopf, Rippenbogen, werden von der Holzenergie beeinflußt.

Als Seelenaspekt gilt Hun, die Wanderseele. Spiritualität, Kreativität
Lebensphase: Kindheit bis 14 Jahre.
Junges Yang
Organmaximalzeit: 23-3 h
Organminuszeit: 1-3

Die Energie des Holzelementes besser verstehen.

„Der Frühling ist die Zeit der Geburt, wo Himmel und Erde wiedergeboren werde, die kosmische Energie von neuem einsetzt und sich verjüngt.“ (Neijing)

Es ist die Energie des hoffnungsvollen Aufbruchs die uns im Frühling unterstüzt und Neues beginnen lässt. Das Holzelement repräsentiert Wachstum, das angemessene und harmonische Entfalten und die Fähigkeit mit Widerständen umzugehen. In der TCM entsprechen die Entgiftungsorgane Leber und Gallenblase dem Frühling/Holzelement.

Die einfachste Übung die Energie des Holzelementes zu verstehen ist das Beobachten von Kindern, va. beim Spielen am Spielplatz oder in der freien Natur.

Sie sind ständig in Bewegung, Ihre Bemühungen sind oft nach oben orientiert, das Erklimmen eines Baumes, noch höher hinaus Schaukeln, etwas Erkunden, Neues entdecken. … sie sind flink, laut/ schreien…Kinder brauchen viel Veränderung/Abwechslung sonst kehrt schnell Langeweile ein und sie werden launisch. Und vor allem: Sie wollen… sich entfalten.

Wird dieser Entfaltungsdrang, auch noch im Erwachsenenalter, zu stark gehemmt, entsteht primär Frustration und Symtpomatisierung auf verschiedenen Körper und Geistebenen. Es geht um die Entwicklung des ursprünglichen Potentials, dieses muß zum Ausdruck gebracht werden und „hochgeträumt“ werden. Es geht um Lebensplan und Lebensziel, Persönlichkeit und Entwicklung.

Die Organe des Holzelementes – Funktionen und Störungen der Leber.

Die Leber ist für den freien Fluß des Qi (Lebensenergie) und Blut verantwortlich. Die Leber reguliert das Verdauungssystem, harmonisiert die Emotionen, harmonisiert die Menstruation, speichert das Blut und ist das Haus der Wanderseele.


Die Bewegung der Holzenergie ist nach oben und außen gerichtet. Das Holzelement will sich seiner Bestimmung und nach ausdehnen und entfalten, kann aber schnell durch Kleinigkeiten sehr stark gestört werden und „stagnieren“. Stagnation (in Folge Streß) entsteht, wenn etwas nicht so ist wie wir es gerne hätten.

„Die Leber ist der General, brilliant in der Strategie und leicht beleidigt.“ (Merksatz der TCM)

Störungen der Leberenergie. Symptome und Anzeichen

„Die Leber ist launisch und wechselhaft!“

– Verlust von Motivation, Antrieb und Vitalität,
– Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich,
– Menstruationsstörungen: unregelmäßige Mens, PMS, Dysmenorrhoe,
– wechselhafte Verdauung, Aufstoßen, Übelkeit (oft morgens), mangelnder Appetit, Magenschmerzen bei Streß,
– wechselhafte Emotionen, Gereiztheit, Frustration, Depression, unterdrückter Zorn, Enttäuschung, Überforderung,
– Spannungen und Schmerzen im Thorax und Hypochondrium, prästernales Druckgefühl, Globusgefühl, Seufzen,
(Le Qi Stagnation)

– seitliche Kopfschmerzen, Migräne, heftige Vertexkopfschmerzen,
– Zornesausbrüche, Choleriker, Gewalttätigkeit, große Unruhe, Schlafprobleme,
– Tinnitus (pfeifend,), Hörsturz, Schwindelattacken, Augenentzündungen,
– Magenschmerzen, Sodbrennen, Brechreiz/Erbrechen,
(Le Qi Stagnation > Le Feuer > Le Yin Mangel)

– Morgensteifigkeit, Kraftverlust der Extremitäten
– Sehnen, brüchige, rissige, Nägel, Taubheitsgefühl,
– verschwommenes Sehen, trockene Augen, Nachtblindheit, Mouches Volantes,
– ängstlich, schreckhaft, Konzentrationsschwäche, Schwindel
(Leber Blut Mangel)

–  Tics, Augenzucken, restless Legs, Parkinson,
–  Muskelkrämpfe, starke Zuckungen, Spasmen, Tremor, Meningitis,
Schwindel, Schwanken, unkontrollierte Bewegungen des Kopfes, Lähmungen, Halbseitenlähmungen, Desorientiertheit, Bewußteinsverlust
(Leber Blut Mangel > Leber Feuer > Leber Yin Mangel > Leber Wind)

– starke krampfhafte oder stechend lokalisierte Unterleibsschmerzen, Endometriose
– Impotenz, Infertilität, nach unten ziehendes Gefühl z.B. Gebärmutter oder Hoden, Schmerzen der Genitalien
(Le Blut Stau > Kälte im Lebermeridian)

In der TCM werden psychosomatische, psychovegetative, psychoemotionale, und psychomentaler dem Syndrom „Leber Qi Stagnation“ zugeordnet.

 

Was das Holzelement unterstützt.

 …bewußte Lebensführung, Körperübungen, Akupressur, Geistesübungen und Ernährung!

Das Holzelement verachtet Streß und liebt Gelassenheit. Die Dinge so zu tun, wie es meinen Bedürfnissen und Lebenseinstellungen entspricht und Freude zu leben, stärkt das Holzelement. Heftige Emotionen, Ärger, Zorn, Anklage, bringen die Leberenergie aus dem Gleichgewicht.(Die Übung des Nicht Anhaftens hilft uns besser mit unseren Emotionen umzugehen.)

Zuviel scharfer Geschmack kann das Leber-Yin aufbrauchen und das Yang ungehindert nach oben steigen lassen und austrocknen. Drogen, Alkohol, Gifte, Medikamente und auch zu große Mengen an Kaffee schaden der Leber.

 

fruehlingserwachenYOGAWORKSHOP „FRÜHLINGSERWACHEN“ AM 14.4.2018

Verschiedene Yogatechniken – Asanapraxis, regeneratives Yoga, Pranayama (Atemtechniken) und Meditation – sind speziell auf die Themen und Energie des Frühlings abgestimmt. Am Samstag 14.4.2018 von 15-18 Uhr im Porcia Center, 2. Stock
Neuer Platz 1, 9800 Spittal/Drau. Anmeldung: YOGA IN MOTION Anja Krois & Eva Wilhelm, E-Mail: info@shiatsu-evawilhelm.com
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Shiatsu gegen Streß und zur Gesunderhaltung der Organe

Shiatsu wirkt ausgleichend, beruhigend oder auch belebend. Shiatsu versetzt das Nervensystem in einen tiefen Entspannungszustand (parasympatischer Modus), mobilisiert die Selbstheilungskräfte, fördert die Regenerationsfähigkeit des Körpers und stärkt das Immunsystem.
erfahren Sie mehr über Shiatsu…

Tipp 1) Lebensführung:

Der Frühling ist die beste Zeit für körperliche Ertüchtigung.

Bewegung ist das Mittel der Wahl gegen Stagnation. Nutze die Holztageszeit „den Morgen“ für einen Spaziergang um die frische und stärkende Energie aufzunehmen.

„Die Leber erholt sich im Liegen!“ Folge dem Jahreszeitenrhythmus und ziehe dich früh Abends zurück. Gehe vor 23 Uhr zu Bett, um die Organ „Hochphase“ von Leber und Gallenblase (Gb 23-1 Uhr und Le 1-3 Uhr) zur Regeneration zu nutzen.

Hausmittel – Leberwickel: Ein altbewährter Klassiker der die Leber entspannt und die Entgiftung anregt. Einen Thermofor mit gut warmen (nicht heiß) Wasser füllen, einem feuchtem Tuch umwickeln und unter die rechte Brust auf den Rippenbogen auflegen. Mit einem trockenen Tuch umhüllen. Dauer: 15-20 Minuten am besten zu Leberminuszeit zw. 13-15 Uhr oder abends. 

 

Tipp 2) Ernährung

Die Farbe des Holzes ist grün.

Mit grünen chlorophyllreichen Lebensmitteln wird die Leberenergie optimal aktiviert: va. Brennessel – am besten frisch gepflückt im Smoothie oder als Suppe/Spinat. Aufpassen, Kalte Vegetarier bzw. kälteempfindliche Personen: Da Brennesel stark kühlend wirkt, nicht zu lange und ev. mit wärmenden Gewürzen, Fenchel, Anis zubereiten.
Löwenzahnblätter, Giersch, Spinat, Gänseblümchen, Artischocke, Dinkel, Grünkern, Quinoa, Petersilie frisch, Basilikum frisch, alle Arten von Beeren

Kräutertinkturen/Kräutertee: Schafgarbe (-Le Qi Stag.), Mariendistel (+Le Yin), Löwenzahnwurzel (-Leber Feuer), Enzianwurzel (-Leber Feuer), Pfefferminze (-Le Qi Stag.), Lavendel (-Le Qi Stag.), Brennessel (+Le Blut), Melisse (-Le Qi Stag.), Birkenblatt (wertvolle Tinkturen gibt es von Sagrusan online oder z.B.  bei Brunner Naturprodukte Spittal/Drau)

Super Food: Goji Beeren (nährend)Algen (Spirulina, Chlorella), Gersten/Weizengras (kühlend,+Le Blut)Bierhefe
(Algenpräparate und Gräser in wertvoller Qualität gibt es z.B. von Raab Vitalfood)

Getränke: Apfelsaft, Hagebuttentee, Hibiskustee, Melissentee, Essigwasser, Gerstenwasser (alle erfrischend), Kirschsaft (wärmend),

Meine Empfehlung für eine Frühjahrskur (Dauer 3 Wochen):  wähle Frischpflanzensäfte aus Artischocke, Brennessel, Birkenblatt… und ergänzend auf jeden Fall ein Mariendistelpräparat. Trinke 1-2 Tassen Kräutertee (mit Bitterkräutern).
Reinige deinen Darm täglich mit Flohsamen oder Leinsamen.
Beginne die Kur mit 3 Fastentagen (Hildegarddinkelsuppe und Gemüsesäften) und ernähre dich danach überwiegend basisch mit grünen chlorophyllreichen Lebensmitteln (s.o.).

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Rezept Gerstenwasser

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Meridiandehnungen Holz

Tipp 3) Körperübungen:

Dehnungsübungen die Muskeln und Sehnen lockern.

A) Komm aus einer Grätsche in eine breit gegrätschte Hocke und stütze mit deinen Händen auf den Oberschenkel oder mit Ellebogen an der Oberschenkelseite innen. Bleib nun solange in der Hocke  bis es ordentlich brennt (das kann dauern…), dann atme noch ein paar mal gut durch und löse die Position wieder auf. Beuge dich nach vorne über und entspanne.

B) Komm erneut in die Standgrätsche und beuge ein Knie, das andere Bein lass gestreckt, dehne die Oberschenkelinnenseite des gestreckten Beines – führe die Übung im im dynamischen Wechsel aus, und bleibe am Ende auf jeder Seite ein paar Atemzüge in der Dehnung. 

Tipp 4) Akupressur für ein harmonisches Leber Qi

Le 3 und Di 4 gemeinsam stimulieren.

Le 3: in einer Vertiefung zw. dem Mittelfußknochen von großer und zweiter Zehe. Taste dich von den Schwimmhäuten ca. 1,5 Daumenbreit Richtung Fußgelenk bis du eine deutliche Vertiefung findest.

Di 4: in einer Vertiefung am 2ten Mittelhandknochen (meist druckempfindliche Stelle), vom Zeigefingergrundgelenk gleite mit dem Daumen der anderen Hand Richtung Handgelenk, übe den Druck Richtung Knochen aus oder „zwicke“ das Gewebe zusammen.

Dauer: Ca. eine Minute pro Seite.

Tipp 5) Meditation: Stagnation auflösen

Eine Übung zur Entspannung des ganzen Körpers.

Beginne mit der Übung in der Mitte deines Schädels…
Stelle dir mit der nächsten Ausatmung vor den gesamten Kopf von innen nach außen, zentrifugal zu entspannen und lockerzulassen. Wiederhole diese Technik 5mal.

Verwende dabei das Bild einer Lichtwelle oder Schwall von Entspannung. Denke nicht nur „locker“ sonder fühle auch „locker“.

Wandere nun weiter in die Mitte deines Hals- und Nackenbereiches. Wiederhole die Technik des Entspannen und Loslassens beim Ausatmen wieder 5 Atemzüge lang.

Fahre so weiter fort mit:
Arme
Brustkorb und Schulterblätter
Oberbauch
Unterbauch
Wirbelsäule
Becken
Oberschenkel
Knie
Unterschenkel
Knöchel
Füße und Fußsohlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1) aus TCM und Akupunktur in Merksätzen

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